Über der Nordosthälfte Deutschlands sind kräftige Schneefälle und teils Unwetter-ähnliche Schneeverwehungen zu erwarten. In einigen Mittelgebirgen kann es anfangs noch zu lokal gefrierendem Regen kommen. Im Südwesten und an der Nordsee sind schwere Sturmböen, in Gipfellagen sogar Orkanböen möglich.
Wetter- und Warnlage
Ein Sturmtief, das vom Ärmelkanal kommt, zieht bis zum Abend ins deutsch-niederländische Grenzgebiet und weiter nach Südosten. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD), der am Freitag, den 09. Januar 2026, um 10:52 Uhr über die Lage informierte, wird milde Atlantikluft in den Süden und Westen gelangen, jedoch rasch wieder verdrängt werden. Im Norden und Osten bleibt es kalt, bedingt durch eine starke Ostströmung.
Schneefall und Schneeverwehungen
Heute sind über der Nordosthälfte in einem breiten Streifen von Nordwest nach Südost Schneefälle zu erwarten, mit Neuschneemengen von meist 5 bis 10 cm, lokal auch bis zu 15 cm bis zum Abend. Am Nachmittag wird eine Abschwächung der Schneefälle in diesem Bereich prognostiziert. Im Westen setzen erneut Schneefälle ein, die bis in den Samstag andauern werden, wobei die Schneefallgrenze gegen Abend auf etwa 300 Meter sinkt. In den Mittelgebirgen wie Hunsrück, Eifel und Rothaargebirge sind Neuschneemengen von 10 cm, lokal auch bis zu 15 cm zu erwarten.
In der Nacht zum Samstag wird der Schneefall im Norden und der nördlichen Mitte nachlassen. Dennoch sind in Ostsachsen, der Lausitz, Westniedersachsen und dem Rheinland einige Zentimeter Neuschnee möglich. Im Bergland können 5 bis 10 cm fallen, vereinzelt auch mehr.
Am Samstag verlagern sich die Schneefälle weiter nach Süden, wobei die Intensität meist gering bleibt. Nur noch südlich des Mains wird Schnee erwartet, mit Neuschneemengen von 1 bis 5 cm. In den Weststaulagen des Südens, wie im Schwarzwald und Allgäu, wird jedoch eine deutliche Intensitätssteigerung der Schneefälle mit Neuschneemengen von 15 bis 30 cm, in Staulagen auch mehr, prognostiziert.
Heute sind in einem Streifen vom Nordwesten über den Norden bis in den Osten Deutschlands in Verbindung mit starkem bis stürmischem Ostwind markante, regional auch Unwetter-artige Schneeverwehungen zu erwarten. Diese sollen in der Nacht auf Samstag mit nachlassendem Wind im Binnenland allmählich abnehmen.
Glatteis und Wind
Die Gefahr von Glätte durch Schnee, Schneematsch, Überfrieren von Nässe und lokal gefrierenden Niederschlägen ist heute gebietsweise gegeben. Im weiteren Verlauf des Tages wird auch im Südosten eine allmähliche Entspannung der Glatteislage erwartet.
In der Nacht zum Samstag kann es durch Schnee und Schneematsch zu Glätte kommen, meist von geringer Intensität. Am Samstag wird über der Mitte und dem Süden Glätte durch leichten Schneefall erwartet. Im Allgäu und Schwarzwald kann es jedoch aufgrund kräftiger Schneefälle zu massiven Glätteproblemen kommen.
Im Nordwesten und Norden weht ein starker bis stürmischer Ostwind. An den Küsten sind Sturmböen um 80 km/h (Beaufort 9) möglich, während an der Nordsee und entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste schwere Sturmböen bis 100 km/h (Beaufort 10) erwartet werden. Über der offenen Nordsee können orkanartige Böen bis 110 km/h (Beaufort 11) auftreten. In den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen sind Sturm- und schwere Sturmböen (Beaufort 9 bis 10) zu erwarten.
In der Nacht zum Samstag wird der Wind nur langsam abnehmen. An den Küsten sind bis Samstagfrüh weiterhin stürmische Böen und Sturmböen zu erwarten. Im Südwesten sind in höheren und freien Lagen bis Samstagfrüh steife, vereinzelt stürmische Böen aus Südwest bis West möglich.
Frost
Tagsüber wird in der nordöstlichen Region Deutschlands, nördlich einer Linie von Ostfriesland bis zum Westerzgebirge, überwiegend Dauerfrost zwischen
Verwendete Quelle: Deutscher Wetterdienst / Nutzung unter CC BY 4.0
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