Unwetter-Alarm: Sturmtief tobt über den Kanaren

VonLukas Richter

20. März 2026
Von IgorZh / stock.adobe,com / Symbolbild
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Sturmtief „Therese“ sorgt auf den Kanaren und im östlichen Mittelmeer für außergewöhnlich heftige Unwetter mit massiven Auswirkungen auf Alltag und Tourismus.

Extreme Wetterlage

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet, das unter anderem als Sturmtief „Therese“ bezeichnet wird, bringt den Kanarischen Inseln ungewöhnlich große Regenmengen, Sturm und meterhohe Wellen. Behörden und Wetterdienste sprechen von einer extremen Wetterlage, die sich insbesondere zum Wochenende zuspitzen soll. Parallel werden auch aus dem Raum Griechenland und Türkei heftige Regenfälle und Unwettergefahr gemeldet, mit erhöhtem Risiko für Schäden und Störungen im Verkehr.

Jahresniederschlag an einem Tag erwartet

  • Auf den Kanaren werden lokal bis zu 300 bis 400 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit erwartet, nahezu ein Jahresniederschlag an einem Tag.

  • Der spanische Wetterdienst Aemet hat Warnstufen bis mindestens Sonntag ausgeweitet und in Teilen von Gelb auf Orange angehoben; Meteorologen ziehen Vergleiche zu historischen Extremereignissen.

  • Schulen und Kindergärten auf mehreren Inseln sind geschlossen, Unterricht findet vorerst online statt; die Behörden rufen zu Homeoffice auf.

  • Flughäfen melden Dutzende Flugausfälle und Umleitungen, Fährverbindungen können ebenfalls ausfallen; insbesondere der Flughafen La Palma ist betroffen.

  • Zahlreiche Straßen, Wanderwege und Schutzgebiete wie der Teide-Nationalpark, das Teno-Gebirge sowie Zufahrten zum Roque de los Muchachos wurden gesperrt, Veranstaltungen wie die Drag-Karneval-Gala und das „Tenerife Bluetrail“-Rennen fallen aus.

  • Im östlichen Mittelmeerraum um Griechenland und die Türkei warnen Meteorologen vor ähnlichen Unwetterfolgen mit möglicher Überschwemmungsgefahr und Beeinträchtigungen von Flug- und Fährverkehr.

Notfallmaßnahmen laufen an

Die Kombination aus extremen Regenmengen, Sturm und hoher Brandung zwingt die Behörden auf den Kanaren zu weitreichenden Notfallmaßnahmen, einschließlich Aktivierung insularer Notfallpläne. Unklar bleibt, ob die Niederschläge lokal zu gravierenden Schäden oder längerfristigen Störungen im Tourismus führen. Beobachter achten darauf, ob sich die außergewöhnlichen Regenereignisse häufen und welche Anpassungen bei Infrastruktur, Katastrophenschutz und Reiseplanung nötig werden.


Quellen: