Das war der Dino-Killer: Forscher identifizieren seltenen Meteoriten

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20. Juli 2026
© Von muratart / stock.adobe.com
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Es war der Dino-Killer: ein gewaltiger Einschlag, der die Erde für immer veränderte und den mehr als 160 Millionen Jahre währenden Siegeszug der Dinosaurier vernichtend beendete. Vor 66 Millionen Jahren stürzte ein großer Himmelskörper auf unseren Planeten. Der Aufprall löste eine globale Katastrophe aus, verdunkelte den Himmel und ließ rund 75 Prozent aller Arten verschwinden.

Nun haben Forschende den kosmischen Täter angeblich identifiziert. Neue Analysen deuten darauf hin, dass ein sogenannter CO-Chondrit auf der Erde einschlug.

Ein internationales Forschungsteam untersuchte dafür Nickel-Isotope in Ablagerungen, die nach dem Einschlag weltweit entstanden. Die chemische Signatur führte die Wissenschaftler zu einer seltenen Klasse kohlenstoffhaltiger Meteoriten, wie das Wissenschaftsportal Science Daily unter Berufung auf eine in Science Advances veröffentlichte Studie berichtet.

Feiner Staub verdunkelte die Erde

CO-Chondrite unterscheiden sich deutlich von vielen Meteoriten, die heute in Museen zu sehen sind. Sie enthalten vergleichsweise wenig flüchtige Stoffe. Dazu gehören Kohlenstoff, Zink und Wasser. Auch ihr Schwefelgehalt ist gering.

Diese Zusammensetzung verändert zwar nicht die bisherige Erklärung für das Massenaussterben. Sie spricht aber dagegen, dass Schwefel aus dem Meteoriten selbst der entscheidende Auslöser war. „Der feine Schutt, der in die Atmosphäre geschleudert wurde, dürfte der wichtigste Faktor gewesen sein“, sagte der an der Studie beteiligte Geologe Philippe Claeys laut Science Daily.

Der Einschlag wirbelte gewaltige Mengen feinster Partikel auf. Diese verteilten sich in der Atmosphäre und lösten eine weltweite Umweltkrise aus. Die neue Untersuchung hilft damit, die Folgen des Einschlags genauer zu erklären.

Winzige Spuren verraten den Dino-Killer

Von dem Meteoriten selbst blieb nur sehr wenig erhalten. Das Geschoss verdampfte beim Aufprall nahezu vollständig. Seine Überreste finden sich heute in einer dünnen Tonschicht, die an vielen Orten der Erde die Grenze zwischen Kreidezeit und Paläogen markiert.

Forscher aus Paris nahmen an Proben dieser Schicht hochpräzise Messungen der Nickel-Isotope vor. Die Analyse sei schwierig gewesen, erklärte Claeys. Nur ein winziger Teil des ursprünglichen Himmelskörpers habe sich in den Ablagerungen erhalten.

Trotzdem reichte die Isotopensignatur aus, um den Meteoriten einzugrenzen. CO-Chondrite bilden nur einen kleinen Teil der kohlenstoffhaltigen Chondrite. Diese wiederum machen etwa fünf Prozent der auf der Erde untersuchten Meteoriten aus. Sie bestehen aus besonders ursprünglichem Material aus der Entstehungszeit des Sonnensystems.

Herkunft des Meteoriten bleibt offen

Woher der Dino-Killer kam, ist noch unklar. Er könnte aus einer entfernten Region des äußeren Sonnensystems stammen. Möglich ist auch ein Ursprung im äußeren Asteroidengürtel nahe Jupiter.

Der Meteorit hatte nach Schätzungen einen Durchmesser von zehn bis 15 Kilometern. Er raste mit rund 64.000 Kilometern pro Stunde auf die Erde und schlug im Gebiet der heutigen mexikanischen Halbinsel Yucatán ein. Dabei entstand der gewaltige Chicxulub-Krater.

Dass ausgerechnet ein so seltenes und weit entfernt entstandenes Objekt die Erde traf, zeige, „wie viel Pech die Dinosaurier hatten“, sagte Claeys.

Quellen: Science Advances, Science Daily, nif/red.