Neuer Urzeit-Jäger entdeckt – Verwandter der Krokodile

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31. Juli 2026
© Von Olivier-Tuffé / stock.adobe.com / Symbolbild
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Vor etwa 210 Millionen Jahren lebten zwei frühe Verwandte der modernen Krokodile in der feuchten Umgebung eines Flussufers im heutigen Nord-New Mexico. Diese Tiere, etwa so groß wie ein Schakal, waren an unterschiedliche Jagdmethoden angepasst. Die erste Art, Hesperosuchus agilis, war ein schneller Landräuber mit einem langen Schnauze und kräftigen Hinterbeinen, während die zweite Art, die nun als neue Spezies identifiziert wurde, eine kürzere Schnauze und einen verstärkten Schädel aufwies.

Ein neues Kapitel der Evolution

Die Forscher der Yale-Universität entdeckten, dass das Tier mit der kürzeren Schnauze zu einer bislang unbekannten Spezies gehörte, die sie Eosphorosuchus lacrimosa nannten. Laut Bhart-Anjan Bhullar, einem Associate Professor an der Yale-Universität, verdeutlicht diese Entdeckung die Diversifizierung der proto-Krokodile zu Beginn der „Ära der Reptilien“. Während der späten Trias, so Bhullar, konkurrierten zwei Reptilien-Dynastien um die Vorherrschaft: die Vorfahren der Krokodile und die Linie, die schließlich zu den Vögeln führte.

In dieser Zeit begannen die Vorfahren der Krokodile, neue ökologische Rollen zu übernehmen. Im Gegensatz zu den heutigen vorwiegend aquatischen Krokodilen waren viele frühe Verwandte agile Landräuber.

Ein seltener Einblick in die späte Trias

Die Rekonstruktion der Lebensvielfalt in einer bestimmten Zeit und Region ist für Paläontologen oft eine Herausforderung. Fossilien sind häufig unvollständig, und es ist nicht immer klar, ob Tiere, die in derselben Gesteinsschicht gefunden wurden, tatsächlich zur gleichen Zeit lebten. Ausgezeichnet erhaltene Fossilienstandorte wie Ghost Ranch in New Mexico bieten jedoch klarere Beweise. Dort wurden seit etwa einem Jahrhundert Fossilien untersucht, darunter Verwandte der Krokodile und Dinosaurier.

Das Fossil, das die beiden Krokodilverwandten enthielt, wurde 1948 ausgegraben. Obwohl es seit 75 Jahren für Wissenschaftler zugänglich war, wurde es nie vollständig analysiert oder formal identifiziert.

CT-Scans enthüllen verborgene Anatomie

Um die Unterschiede zwischen den Tieren zu untersuchen, analysierte Miranda Margulis-Ohnuma, eine Doktorandin an der Yale-Universität, einen Computertomographie-Scan des Tieres. Diese bildgebende Technik ermöglichte es ihr, die Strukturen zu untersuchen, die im Gestein eingebettet waren. Die digitalen Analysen zeigten anatomische Merkmale, die sich von bekannten Hesperosuchus-Exemplaren unterschieden und die Identifizierung von Eosphorosuchus als separate Gattung und Art unterstützten.

Die Namensgebung kombiniert den griechischen Gott Eosphorus, bekannt als „der Bringer des Morgens“, mit dem griechischen Wort „soukhos“, was Krokodil bedeutet.

Unterschiedliche Jagdstrategien

Die Entdeckung ist besonders wertvoll, da die beiden Tiere anscheinend im selben Ökosystem lebten. Ihre unterschiedlichen Schädel- und Kieferstrukturen deuten darauf hin, dass verwandte Raubtiere bereits begannen, ihre Nahrungsressourcen durch unterschiedliche Jagdstrategien aufzuteilen. Hesperosuchus hatte eine längere, schmalere Schnauze, während Eosphorosuchus eine kürzere und verstärkte Schnauze mit stärkeren Kiefermuskeln aufwies. Diese Unterschiede könnten den direkten Wettbewerb verringert haben.

Quellen: Yale University, Science Daily, nif/red.