Unsichtbare Bedrohung: Die teuerste Waffe der USA

Vondpa/ pop

24. Juli 2026
© [B-2 / Archivbild (cropped) / by Armchair Aviator is licensed under CC-BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/).]
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B-2 Spirit: Tarnkappenbomber für geheime MissionenB-2 Spirit: Tarnkappenbomber für geheime Missionen

Im Juni vergangenen Jahres nahmen die USA gezielt drei iranische Atomanlagen ins Visier und setzten dabei Waffen ein, die man sonst nur aus Szenarien auf dem Reißbrett kennt. Sieben B-2-Spirit-Bomber drangen unbemerkt in den iranischen Luftraum ein und warfen vierzehn GBU-57 ab – massive Bunkerbrecher, entwickelt für extreme Einsatzbedingungen. Doch was macht diese Maschinen eigentlich so außergewöhnlich?

Ein Flugzeug für unsichtbare Angriffe

Die B‑2 Spirit wurde von Northrop Grumman in den USA entwickelt. Ihr Erstflug fand am 17. Juli 1989 statt, und sie wurde am 17. Dezember 1993 offiziell in Dienst gestellt. Ziel war der Einsatz als strategischer Tarnkappenbomber für hochgeschützte Ziele.

Warum es nur 20 B‑2 Bomber gibt

Zwischen 1988 und 1997 entstanden insgesamt 21 B‑2‑Exemplare, von denen eins im Jahr 2008 abstürzte. Aktuell besitzt die US Air Force damit 20 aktive Maschinen. Eingesetzt werden sie hauptsächlich zur strategischen Langstreckenkriegsführung.

Die B‑2 wird von Northrop Grumman gebaut, unterstützt von Unternehmen wie Boeing. Die Besatzung besteht aus zwei Personen: einem Piloten und einem Missionskommandanten. Optional kann ein drittes Besatzungsmitglied für Langstreckenmissionen hinzukommen.

Die teuerste Maschine der US-Luftwaffe

Eine einzige B‑2 kostete beim Bau rund 727 Millionen US‑Dollar, so Behördenangaben. Rechnet man die Entwicklungskosten mit ein, lag der Preis bei etwa 882 Millionen. Insgesamt kam ein komplettes System damals sogar auf über zwei Milliarden Dollar – was heute über vier Milliarden Dollar entsprechen würde.

Die B‑2 ist als Nurflügler konstruiert, besitzt eine Spannweite von 52,4 m und ist etwa 21 m lang. Leermasse liegt bei 72 575 kg, maximale Startmasse bei 152 635 kg. Sie erreicht rund 900 km/h im Reiseflug und operiert bis in etwa 15 150 m Höhe.

Tarntechnologie für Langstreckenflüge

Die B‑2 kann in großer Höhe von bis zu 15.000 Metern operieren. Ohne aufzutanken fliegt sie über 11.000 Kilometer weit. Mit nur einer Luftbetankung kommt sie auf mehr als 19.000 Kilometer. Ihre spezielle Tarntechnik erschwert es Radar- und Wärmesensoren, sie frühzeitig zu entdecken.

In ihrem internen Waffenschacht kann die B‑2 bis zu 18 000 kg an Munition transportieren. Das umfasst sowohl klassische Bomben wie Mk 82 und JDAM als auch nukleare Sprengköpfe vom Typ B83, insgesamt bis zu 16 Stück. Oder eben die Megabombe GBU-57A.

Die schwerste konventionelle Bombe der Welt

Die GBU‑57A/B ist eine GPS-lenkbare Bunkerbrecherbombe, unter anderem entwickelt von Boeing. Ihre Entwicklung begann 2003 und sie ist seit 2011 im Dienst. Sie wiegt etwa 13 607 kg, ist 6,2 m lang, 0,8 m im Durchmesser und kann bis zu 60 m Erdreich oder 18 Meter Beton durchdringen. Sie wurde bis vor kurzem noch nie gegen feindliche Ziele eingesetzt.

Erster Kampfeinsatz der GBU‑57 in Iran

Ihre erste Kampfanwendung erfolgte am 22. Juni 2025 in „Operation Midnight Hammer“ gegen die iranischen Atomanlagen, bei der sieben B‑2 insgesamt 14 GBU‑57 abwarfen. Die Bomben trafen Fordo, Natanz und Isfahan und sollen dort massiven Schaden angerichtet haben. Laut offiziellen Quellen des US-Verteidigungsministeriums ist die B‑2 Spirit derzeit das einzige Flugzeug, das diese Bombe im Kampfeinsatz abwerfen kann.