Die Silvesternacht bringt in vielen Regionen Deutschlands frostige Temperaturen und stellenweise Glätte. Am Neujahrstag wird ein windiger und wechselhafter Start ins neue Jahr erwartet.
Wetter- und Warnlage
Ein Sturmtief zieht vom Nordmeer nach Südskandinavien und sorgt laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) für unbeständiges und windiges Wetter in großen Teilen Deutschlands. Lediglich der Süden profitiert an diesem Tag von leichtem Hochdruckeinfluss.
Wind und Sturm
In der Silvesternacht wird im Norden und Nordwesten ein auffrischender Südwest- bis Westwind mit Böen von bis zu 60 km/h erwartet. An der Nordsee könnte es zunehmend stürmisch werden, mit Böen von 75 km/h und in exponierten Lagen wie Helgoland oder den Nordfriesischen Inseln sind sogar schwere Sturmböen von bis zu 90 km/h möglich. An der Ostsee sind Böen von 60 bis 70 km/h zu erwarten. In einigen Hochlagen, wie im Oberharz und im Bayerischen Wald, kann der Wind ebenfalls stürmisch werden, mit Böen von bis zu 90 km/h.
Am Neujahrstag wird der starke bis stürmische Wind aus Südwest bis West wehen. In Schauern und Gewittern sind lokal sogar schwere Sturmböen von bis zu 90 km/h möglich. An der Nordsee und im höheren Bergland sind Böen von bis zu 110 km/h zu erwarten, in exponierten Hochlagen sogar bis zu 120 km/h.
Glätte
In der Silvesternacht und bis in den Neujahrstag hinein besteht in vielen Regionen, mit Ausnahme großer Teile Norddeutschlands und des Südwestens, Glättegefahr durch Schnee oder gefrierende Nässe. Im Westen kann es anfangs auch durch gefrierenden Nieselregen zu Glätte kommen.
Schneefall und Schneeverwehungen
Im Harz, in den zentralen Mittelgebirgen und im Erzgebirge kann es in der Silvesternacht oberhalb von 200 bis 400 m zu Schneefall kommen. Die Neuschneemengen liegen meist zwischen 1 und 5 cm, in Staulagen des Harzes und Erzgebirges sind lokal bis zu 10 cm möglich. Besonders in den höchsten Lagen besteht eine zunehmende Gefahr von Schneeverwehungen.
Am Neujahrstag ist tagsüber über der Mitte, insbesondere im Bergland, mit etwas Neuschnee zu rechnen. In den Staulagen des Harzes können ebenfalls bis zu 10 cm Neuschnee fallen. In der Nacht zum Freitag wird zunehmend Schneefall oder Schneeschauer bis in tiefere Lagen erwartet. Im Westen, bis in die Harzregion, sind markante Neuschneemengen nicht ausgeschlossen, jedoch bleibt die Vorhersage unsicher. In höheren Lagen besteht weiterhin die Gefahr von Verwehungen.
Frost
In der Silvesternacht kann es von der Mitte bis in den Süden vielerorts zu leichtem Frost bis -4 Grad kommen. Im Bergland sind auch mäßige Frostwerte um -6 Grad möglich. Im äußersten Süden, entlang der Alpen bis zum Südschwarzwald, kann es sogar zu mäßigem bis strengem Frost zwischen -7 und -12 Grad kommen, in einigen Tallagen sind noch tiefere Temperaturen zu erwarten.
Am Neujahrstag wird im höheren Bergland sowie zwischen Main und Donau, besonders in windgeschützten Regionen, leichter Dauerfrost um 0 Grad möglich sein.
Gewitter
Am Donnerstag, dem Neujahrstag, sind vor allem in Küstennähe, teils auch im nördlichen Binnenland, markante Graupelgewitter mit schweren Sturmböen von 90 bis 100 km/h zu erwarten.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die nationale Wetterbehörde Deutschlands mit Sitz in Offenbach.
Stand: 31.12.2025, 20:00
Alle Angaben ohne Gewähr; kurzfristige Änderungen der Wetterlage sind möglich.
Verwendete Quelle: Deutscher Wetterdienst / Nutzung unter CC BY 4.0
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