In der amerikanischen Metropole Chicago hat ein autonomer Lieferroboter kürzlich für Aufsehen gesorgt, als er in eine gläserne Bushaltestelle krachte. Dieser Unfall, der in einem weit verbreiteten Video festgehalten wurde, hat eine erneute Diskussion zur Sicherheit und zum Verhalten solcher Maschinen in dicht besiedelten städtischen Gebieten ausgelöst.
Das Video zeigt die Folgen des Vorfalls: Ein Roboter der Firma Serve Robotics steht inmitten von zerbrochenem Glas und bewegt sich leicht ruckartig, bevor er zur Seite fährt. Ein Passant filmt die Szene, während Trümmer den Bürgersteig bedecken. Anwohner in Chicago hätten bereits Bedenken geäußert, dass Lieferroboter die Gehwege verstopfen und Gefahren darstellen könnten, so die Website Interesting Engineering.
Ärger auf Gehwegen
Dieser Vorfall verstärke die Ängste der Anwohner, dass die Roboter eine Bedrohung für die Sicherheit darstellen könnten. Der Roboter sei am Tatort gesichtet worden, was Spekulationen über seine Rolle bei dem Unfall anheize, so das Technik-Magazin.
Ein Augenzeuge habe berichtet, dass ein Mitarbeiter von Serve den Roboter später abgeholt, aber die Trümmer nicht beseitigt habe. Ein Arbeiter von JCDecaux habe schließlich das Glas entfernt.
Serve Robotics bestätigte den Vorfall in einer Stellungnahme gegenüber 404 Media und erklärte, dass ein Reaktionsteam die Situation schnell geklärt hatte. „Unser Roboter hatte Kontakt mit dem Glas. Wir sind uns des Vorfalls mit einem unserer Roboter in Chicago bewusst. Es wurden keine Verletzungen gemeldet, unser Team hat schnell reagiert, um aufzuräumen, und wir überprüfen, was passiert ist, um Verbesserungen vorzunehmen“, so ein Sprecher.
Roboter im Stadtleben – Fortschritt oder Hindernis?
Der Vorfall verdeutliche die breiteren Spannungen zwischen Automatisierung und urbanem Leben. Kritiker argumentierten, dass diese Roboter Fußgänger behindern und mit menschlichen Lieferarbeitern konkurrieren würden. Andere äußerten Bedenken hinsichtlich der eingebauten Kameras und der ständigen Datenerfassung in öffentlichen Räumen.
Chicago sei zu einem Brennpunkt dieser Debatte geworden. Sowohl Serve als auch Coco hätten in den letzten Jahren ihre Aktivitäten in der Stadt ausgeweitet, aber der Widerstand sei ebenso schnell gewachsen.
Im Februar habe Stadtrat Daniel La Spata versucht, Lieferroboter aus seinem Bezirk zu verbannen. Eine lokale Umfrage habe gezeigt, dass mehr als 80 Prozent der Bewohner gegen den Einsatz von Robotern in ihrer Nachbarschaft seien.
Widerstand nimmt zu
Der öffentliche Widerstand gehe über politische Maßnahmen hinaus. Mindestens 3.600 Einwohner hatten eine Petition unterzeichnet, die ein stadtweites Verbot von Gehwegrobotern forderte, wie CBS News meldet.
Lieferroboter hatten in mehreren US-Städten wiederholt Probleme verursacht. In Miami war ein Coco-Roboter auf Bahngleisen stehen geblieben und von einem Zug zerstört worden. In Los Angeles hatten Aktivisten Roboter dokumentiert, die in öffentlichen Räumen umgestürzt oder deaktiviert worden seien.
Serve habe seine Chicagoer Aktivitäten im September in Zusammenarbeit mit Uber Eats gestartet. Das Unternehmen teste weiterhin seine Systeme unter realen Bedingungen, aber Vorfälle wie dieser würden Fragen zur Zuverlässigkeit aufwerfen, so Interesting Engineering,
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Der Beitrag Auf offener Straße: Autonomer Lieferroboter crasht in Bushaltestelle erschien zuerst auf NEWS IN FIVE.

