Die chinesische Marine hat kürzlich ihre neueste Generation von Kriegsschiffen in einer intensiven Übung nahe Taiwan und dem Ostchinesischen Meer getestet. Das Manöver, das Mitte März 2026 stattfand, umfasste zwei neu in Dienst gestellte Zerstörer der Klasse Typ 055.
Die Schiffe Dongguan (Rumpfnummer 109) und Anqing (110) sind die ersten ihrer Art, die im östlichen Marinekommando stationiert werden, das für die Gewässer in Richtung Taiwan und das Ostchinesische Meer verantwortlich ist.
Stärkung der Marinekapazitäten
Die beiden Zerstörer gehören zu den größten und leistungsstärksten der Welt. Laut der South China Morning Post seien sie gegen schnell bewegliche Luftziele unter starker elektromagnetischer Störung getestet worden, um moderne elektronische Kriegsumgebungen zu simulieren.
Die Übung habe auch Mehrwellen-Sättigungsangriffe auf feindliche Schiffe umfasst, die versuchten, sich durch nahegelegene Inseln und Riffe zu verstecken. Die Zerstörer nutzten demnach ihre Radarsysteme, um Ziele zu orten, zu verfolgen und anzugreifen.
Die Übung habe zudem den Fokus auf Echtzeit-Koordinierung gelegt. Kommandeure an Bord der Schiffe hätten Situationsdaten über integrierte Datenverbindungen innerhalb der Flotte geteilt, was synchronisierte Angriffe über mehrere Bereiche ermöglicht habe.
Die PLA Daily berichtete, dass das Training auf Luftabwehroperationen und Nahbereichsgegenfeuer ausgerichtet gewesen sei, um die Kampfeffektivität der Schiffe und die taktische Kompetenz der Besatzung zu testen.
Fortschrittliche Zerstörer
Die Übung habe auch Anti-U-Boot-Operationen umfasst. Hubschrauber und fortschrittliche Sonarsysteme seien eingesetzt worden, um simulierte Unterwasserziele zu finden und zu neutralisieren.
Diese Einsätze folgten auf zunehmende Spannungen zwischen Tokio und Peking, nachdem Japans Premierministerin Sanae Takaichi eine mögliche Intervention in einem Konflikt in der Taiwanstraße angedeutet habe.
Die Typ 055 Zerstörer, von der NATO als Renhai-Klasse Kreuzer bezeichnet, werden oft als „Super-Zerstörer“ beschrieben, aufgrund ihrer Größe und Feuerkraft.
Jedes Schiff ist mit einem 112-Zellen-Vertikalstartsystem ausgestattet, das eine Vielzahl von Raketen abfeuern kann, darunter solche für die Luftverteidigung, Anti-Schiff-Schläge und Landangriffsmissionen.
Der Zerstörer der Klasse Typ 055 ist für weltweite Einsätze auf hoher See ausgelegt und übernimmt die Schlüsselrolle als Begleitschiff innerhalb chinesischer Flugzeugträgerverbände.
Für kommende Versionen wird spekuliert, dass sie mit Laserwaffen oder elektromagnetischen Railguns ausgerüstet werden könnten. Voraussetzung dafür wäre jedoch eine grundlegende technische Anpassung: Das aktuelle Design verfügt nicht über einen integrierten elektrischen Antrieb, der für den enormen Energiebedarf solcher Systeme notwendig wäre.
Eine entsprechende Umrüstung gilt daher als zwingend, um diese Fähigkeiten künftig realisieren zu können.
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Der Beitrag Chinas neue Super-Zerstörer: Machtdemonstration im Ostchinesischen Meer erschien zuerst auf NEWS IN FIVE.

