Stürmischer Wetterwechsel: Schneefall und Gewitter drohen in den Alpen

VonC. Peters

29. März 2026
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An den Alpen ist heute abklingender Schneefall zu erwarten. Ab der Nacht und morgen wird von Nordwesten her windiges und teils stürmisches Wetter aufkommen, begleitet von Schneefall im Bergland. Örtlich sind auch Gewitter möglich.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gelangt heute tagsüber kühle Meeresluft unter den Einfluss eines Zwischenhochs. In der Nacht zum Montag folgt bereits die Passage eines atlantischen Tiefausläufers, der am Montag labil geschichtete Meereskaltluft mit sich bringt.

Schnee und Glätte

Heute tagsüber wird an den Alpen Schneefall erwartet, wobei noch einige Zentimeter Neuschnee akkumulieren können. Der Schneefall lässt von Westen nach, bleibt jedoch in der Nacht zum Montag oberhalb von etwa 500 Metern in den westlichen Mittelgebirgen zunächst bestehen. Später wird auch in den mittleren Gebirgen mit 1 bis 5 cm Schnee gerechnet. Auch im Südschwarzwald und im östlichen Bergland wird gegen Ende der Nacht einsetzender Schneefall mit 1 bis 5 cm erwartet, der am Montag auf den gesamten Süden übergreift. In diesen Regionen besteht Glättegefahr durch Schnee.

Am Montag tagsüber sind im oberen Bergland weiterhin Schneeschauer möglich, die über 600 Meter teils mit Glättegefahr verbunden sind. An den Alpen wird ab dem Mittag einsetzender, bis Mittwoch andauernder Schneefall erwartet. Dabei sind oberhalb von 1000 Metern 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten, in Staulagen teils sogar mehr. In Höhenlagen über 800 Metern sind meist 10 bis 20 cm zu erwarten, in tieferen Lagen fallen vor allem in den Nachtstunden geringere Neuschneehöhen.

Frost und Glätte

In der Nacht zum Montag wird im Süden und im Bergland leichter Frost zwischen 0 und -3 Grad erwartet. Örtlich besteht Glättegefahr durch überfrierende Nässe.

Wind

Heute Abend wird im Nordseeumfeld ein auffrischender Südwestwind mit ersten steifen Böen bis 60 km/h (Beaufort 7) erwartet. In der Nacht zum Montag wird im Westen und Nordwesten zeitweise böig auffrischender Westwind mit 50 bis 60 km/h (Beaufort 7) auftreten. Im Bergland sind stürmische Böen oder Sturmböen mit 70 bis 80 km/h (Beaufort 8 bis 9) möglich, auf dem Brocken sind sogar schwere Sturmböen bis 100 km/h (Beaufort 10) zu erwarten. In der Deutschen Bucht sind stürmische Böen oder Sturmböen von 65 bis 85 km/h (Beaufort 8 bis 9) aus Südwest und später aus West bis Nordwest zu erwarten.

Am Montag tagsüber sind abgesehen vom Nordosten vor allem in Schauernähe einzelne steife Böen bis 60 km/h (Beaufort 7) möglich. Auf den Bergen wird der Wind im Tagesverlauf wieder abnehmen.

Gewitter

In der Nacht zum Montag sind im äußersten Nordwesten erste Graupelgewitter mit Böen zwischen 55 und 70 km/h (Beaufort 7 bis 8) aus West bis Nordwest nicht ausgeschlossen. Am Montag tagsüber sind abgesehen vom äußersten Westen einzelne Gewitter möglich, oftmals mit kräftigen Graupelschauern und vorübergehender Glättegefahr durch Matsch. Zudem besteht bei Gewittern die Gefahr von stürmischen Böen bis 70 km/h (Beaufort 8).

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die nationale Wetterbehörde Deutschlands mit Sitz in Offenbach.

Stand: 29.03.2026, 10:39

Hinweis: Kurzfristige Änderungen der Wetterlage sind möglich. Dieser Beitrag basiert auf Wetter- und Vorhersagedaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Trotz sorgfältiger Verarbeitung kann keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit übernommen werden. Für amtliche Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen sind ausschließlich die Veröffentlichungen des Deutschen Wetterdienstes maßgeblich.

Verwendete Quelle: Deutscher Wetterdienst / Nutzung unter CC BY 4.0
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