Im Nordosten Deutschlands sind teils Schnee und Glatteis zu erwarten, wobei Unwetter nicht ausgeschlossen sind. In einigen Mittelgebirgen wird mit Dauerregen und Tauwetter gerechnet, während im Südschwarzwald ergiebiger Dauerregen droht. Tagsüber wird es im Süden windig bis stürmisch, in Hochlagen sind sogar schwere Sturmböen möglich.
Entwicklung der Wetter- und Warnlage
Auf der Süd- bis Südwestflanke eines Tiefdruckkomplexes, der sich von den Britischen Inseln bis nach Norddeutschland erstreckt, verlagern sich wiederholt atlantische Tiefausläufer über Deutschland. Diese führen vorübergehend feuchte und milde Luft ins Land, während im hohen Norden und Nordosten weiterhin polare Kaltluft vorherrscht.
Glatteis und Glätte
Ab heute Nacht bis in die Nacht zum Mittwoch hinein wird im Nordosten mit Regen, Schneeregen oder Schnee gerechnet. Aufgrund einer kalten bodennahen Schicht und Frost im Boden können teils gefrierende Niederschläge auftreten. Besonders von Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern und in der Uckermark besteht erhöhte Glatteisgefahr, wobei Unwetter nicht ausgeschlossen sind. Auch in Südostbayern kann ab der zweiten Nachthälfte in Tälern und Senken bei aufkommendem Regen vorübergehend gefrierender Regen mit erhöhter Glättegefahr auftreten.
Dauerregen und Tauwetter
Bis Freitagvormittag wird im Süden, Westen und Teilen der Mitte teils länger anhaltender und kräftiger Regen erwartet. In den südwestlichen und südlichen Mittelgebirgen sowie im Allgäu sind Niederschlagsmengen zwischen 30 und 60 Litern pro Quadratmeter in 48 bis 60 Stunden möglich, gebietsweise sogar bis zu 80 Litern. Zudem wird Tauwetter bis in die höchsten Lagen prognostiziert. Besonders im Schwarzwald und im Oberallgäu sind Abflussmengen von etwa 50 Litern pro Quadratmeter in 36 bis 48 Stunden zu erwarten. Im Südschwarzwald könnten die Abflussmengen bis zu 90 Litern pro Quadratmeter erreichen, was als Unwetter eingestuft werden kann.
Wind
In der Nacht wird in den Hochlagen der süddeutschen Mittelgebirge und auf den Alpengipfeln mit stürmischen Böen oder Sturmböen (Bft 8/9) aus südlichen bis südwestlichen Richtungen gerechnet. Tagsüber wird im Südwesten und Süden eine weitere Windzunahme erwartet, mit steifen bis stürmischen Böen bis 70 km/h (Bft 7-8). In den Kamm- und Gipfellagen sind Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) möglich, während auf exponierten Gipfeln, wie dem Feldberg im Schwarzwald oder den höchsten Alpengipfeln, schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) auftreten können. Zudem wird in Ostsachsen durch den Böhmischen Wind mit steifen Böen bis 70 km/h (Bft 7) gerechnet. Ab dem Nachmittag könnte der Wind vorübergehend abflauen.
In der Nacht zum Donnerstag wird der Wind im Südwesten erneut aufleben, mit steifen Böen bis 70 km/h (Bft 7) und in exponierten Tallagen sowie dem Bergland stürmischen Böen bis 70 km/h (Bft 8). In Hochlagen sind Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) und in Gipfellagen des Schwarzwaldes sogar schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) zu erwarten. Auch im Küstenumfeld wird ein auffrischender Ostwind mit steifen Böen bis 70 km/h (Bft 7) und exponiert stürmischen Böen bis 80 km/h (Bft 8) erwartet.
Frost und Schnee
In der Nacht wird im Nordosten und Südosten erneut leichter Frost um -1 Grad Celsius erwartet. In der Nacht zum Donnerstag kann allenfalls in Vorpommern und im Osten Schleswig-Holsteins vereinzelt Frost bis -1 Grad auftreten. Zudem sind heute Nacht bis Donnerstagfrüh an der Grenze zu Dänemark und auf Rügen Niederschläge, teilweise auch als Schnee mit wenigen Zentimetern Neuschnee, zu erwarten.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die nationale Wetterbehörde Deutschlands mit Sitz in Offenbach.
Stand: 10.02
Verwendete Quelle: Deutscher Wetterdienst / Nutzung unter CC BY 4.0
Teilweise automatische Bearbeitung, redaktionell kontrolliert.

