Winterliche Wetterextreme: Schnee, Glatteis und Sturm in Deutschland erwartet

VonC. Peters

11. Februar 2026
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© [Wolken / by pioneer111 / unlimphotos.com]

Im Nordosten Deutschlands sind teils Schnee und örtlich gefrierender Regen zu erwarten. In einigen Mittelgebirgen wird Dauerregen bzw. Tauwetter prognostiziert, während im Südschwarzwald ergiebiger Dauerregen fallen soll. Zudem wird im Süden mit windigen bis stürmischen Verhältnissen gerechnet, insbesondere in Hochlagen, wo schwerer Sturm auftreten könnte.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage

Am Morgen des 11. Februar 2026 teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit, dass auf der Südflanke eines Tiefdruckkomplexes, der sich von den Britischen Inseln bis nach Norddeutschland erstreckt, feuchte und milde Luft in den größten Teil Deutschlands strömt. Im Norden verläuft die Grenze zu Kaltluft über Nordeuropa.

Glatteis und Glätte

Bis in die Nacht zum Donnerstag sind im Nordosten Regen, Schneeregen oder Schnee möglich. Aufgrund von Frost im Boden besteht teils die Gefahr von gefrierenden Niederschlägen. Besonders betroffen sind Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und die Uckermark, wo Glatteisgefahr besteht.

Dauerregen und Tauwetter

Bis Freitagvormittag wird im Süden, Westen und Teilen der Mitte wiederholt Regen erwartet. In den südwestlichen und südlichen Mittelgebirgen sowie im Allgäu können Niederschlagsmengen von 30 bis 60 Litern pro Quadratmeter in 48 bis 60 Stunden auftreten, örtlich sogar bis zu 80 Litern. In den höchsten Lagen wird Tauwetter erwartet. Im Schwarzwald und Oberallgäu sind Abflussmengen von etwa 50 Litern pro Quadratmeter in 36 bis 48 Stunden möglich, in Staulagen sogar mehr. Im Südschwarzwald wird mit Abflussmengen bis zu 90 Litern pro Quadratmeter gerechnet, was als Unwetter eingestuft wird.

Wind

Im Laufe des Tages wird im Südwesten und Süden eine Zunahme des Windes erwartet. Es sind steife bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h (Beaufort 7-8) möglich. In Hochlagen sind Sturmböen bis 85 km/h (Beaufort 9) zu erwarten, auf exponierten Gipfeln, wie dem Feldberg im Schwarzwald oder den höchsten Alpengipfeln, sogar schwere Sturmböen bis 100 km/h (Beaufort 10). Auch in Ostsachsen sind durch den Böhmischen Wind steife Böen bis 70 km/h (Beaufort 7 möglich). Ab dem Nachmittag wird der Wind vorübergehend abflauen.

In der Nacht zum Donnerstag könnte der Wind im Südwesten erneut zunehmen, mit steifen Böen bis 70 km/h (Beaufort 7) und stürmischen Böen bis 85 km/h (Beaufort 9) in Hochlagen. In exponierten Tallagen sowie im Bergland sind ebenfalls stürmische Böen bis 70 km/h (Beaufort 8) zu erwarten. Im Küstenumfeld wird ein auffrischender Ostwind mit steifen Böen bis 70 km/h (Beaufort 7) sowie exponiert stürmischen Böen bis 80 km/h (Beaufort 8) erwartet.

Frost und Schnee

Am Donnerstagmorgen und in der Nacht zum Donnerstag kann es in Vorpommern und im Osten Schleswig-Holsteins zu Frost bis -1 Grad kommen. Zudem sind an der Grenze zu Dänemark und im Umfeld von Rügen Niederschläge, teilweise als Schnee, mit wenigen Zentimetern Neuschnee möglich.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist die nationale Wetterbehörde Deutschlands mit Sitz in Offenbach.

Stand: 11.02.2026, 07:00

Hinweis: Kurzfristige Änderungen der Wetterlage sind möglich. Dieser Beitrag basiert auf Wetter- und Vorhersagedaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Trotz sorgfältiger Verarbeitung kann keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit übernommen werden. Für amtliche Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen sind ausschließlich die Veröffentlichungen des Deutschen Wetterdienstes maßgeblich.

Verwendete Quelle: Deutscher Wetterdienst / Nutzung unter CC BY 4.0
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